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Technischer Hinweis Nr. 1: Handhabung und Pflege von Akkus
1. Allgemeine Informationen Das Gerät wird mit 2 NiMH-Akkus vom Typ Mignon (AA) betrieben. Die Betriebsdauer wird von der Qualität der Akkus und insbesondere deren Ladezustand beeinflusst. Bei Verwendung neuwertiger und vollständig geladener Akkus vom Typ NiMH 2000 mAh beträgt die Betriebsdauer des MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenloggers bis zu 150 Tage (in Abhängigkeit von der jeweiligen Konfiguration des Geräts). Entscheidend ist hierbei die effektive Kapazität der verwendeten Akkus. Diese verringert sich mit der Zeit, auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch oder schlicht durch Lagerung. So weisen beispielsweise Akkus mit einer Nennkapazität von 2000 mAh nach ca. zwei Jahren ständigem Einsatz auch bei sorgfältigster Pflege bestenfalls noch eine effektive Kapazität von nur ca. 1500 mAh auf, also ca. 75 % des ursprünglichen Wertes. Bei nicht ausreichender Pflege kann diese Kapazitätsverminderung sogar 50 % und mehr betragen und erheblich schneller eintreten. Dementsprechend ist dann auch die Betriebsdauer des MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenloggers bei Verwendung solcher Akkus stark verkürzt.
2. Laden tiefentladener Akkus Akkus, die beim Betrieb des MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenloggers vollständig entladen wurden und darüber hinaus im Gerät verbleiben, werden tiefentladen. Solche Akkus lassen sich unter Umständen nicht ohne spezielle Vorbehandlung wieder aufladen, weder mit der Ladeautomatik des Datenloggers noch in einem externen Ladegerät. Ursache ist, dass die Akkus bis auf eine Zellenspannung von nahezu 0 V entladen wurden. In diesem Fall ist ein Erkennen der Akkus durch das Ladegerät nicht mehr möglich. Darüber hinaus erreichen tiefentladene Akkus im ungünstigsten Fall auch nach einer erfolgreichen Reaktivierung nicht mehr ihre volle Kapazität. 2.1 Reaktivieren tiefentladener Akkus In der Regel hilft es, dem tiefentladenen Akku mit Hilfe einer Stromquelle kurz einen begrenzten Stromstoß von ca. 500 bis 1000 mA für eine Dauer von 5 bis 10 Sekunden zuzuführen. Danach werden die Akkus vom Ladegerät meistens wieder erkannt und normal geladen.
2.2 Überprüfen reaktivierter Akkus Tiefentladene Akkus weisen manchmal auch nach einer Reaktivierung nicht mehr die volle ursprüngliche Kapazität auf. Mit Hilfe des Akku-Lade-Center 2000 können Sie auch die effektive Kapazität eines Akkus ermitteln (Funktion „Testen“, siehe Gebrauchsanweisung des Akku-Lade-Center 2000). Dabei wird der Akku zunächst geladen, dann wieder entladen und erneut geladen. Die aktuelle Zellenspannung und der Lade-/Entladestrom wird im Display angezeigt. Anschließend wird der Akku vollständig wieder aufgeladen. Das Akku-Lade-Center 2000 unterstützt auch das Optimieren von Akkus (Funktion „Regenerieren“, siehe Gebrauchsanweisung des Akku-Lade-Center 2000). Mitunter kann so die volle ursprüngliche Kapazität eines Akkus vollständig wieder hergestellt werden. 3. Maßnahmen bei verkürzter Betriebsdauer Eine verkürzten Betriebsdauer des MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenloggers kann folgende Ursachen haben:
Testen Sie die Kapazität der Akkus mit Hilfe des Akku-Lade-Center 2000. Die ermittelte Kapazität sollte nicht unter 80 % des auf dem Akku angegebenen Wertes liegen, ansonsten sollten die Akkus nicht mehr verwendet werden. Akkus mit starkem Kapazitätsverlust lassen sich eventuell mit Hilfe der Funktion „Regenerieren“ des Ladegerätes wieder reaktivieren. 3.2 Überprüfen der integrierten Ladeautomatik Laden Sie zwei einwandfreie und entladene (aber nicht tiefentladene!) Akkus des empfohlen Typs mittels des mitgelieferten Ladenetzteils im MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenloggers. Überprüfen Sie nach dem Ende des Ladevorgangs die Kapazität im Akku-Lade-Center 2000. Falls die gemessene Kapazität deutlich geringer als die angegebene Kapazität der Akkus ausfällt, liegt eventuell eine Fehlfunktion in der Ladeelektronik vor. Schicken Sie das Gerät dann zur Überprüfung ein. Wenn Sie diesen Effekt bei anderen als den empfohlenen Akkus feststellen, sind diese zur Verwendung mit der integrierten Ladeautomatik nicht geeignet. 3.3 Überprüfen des Geräts Um zu testen, ob ein Gerätefehler vorliegt, betreiben Sie das fragliche Gerät mit einer externen Spannungsquelle und ermitteln mit einem geeigneten Messgerät parallel den Stromverbrauch. Das Messgerät sollte einen Durchschnittswert (AVG) anzeigen können. Entfernen Sie die Akkus aus dem Batteriefach des Geräts. Verbinden Sie die Akku-kontakte im Batteriefach in richtiger Polung mit einer externen Spannungsquelle. Stellen Sie eine Spannung von 2,2 bis 2,7 V bei einer Strombegrenzung von 150 bis 500 mA ein. Achtung: Ab einer Spannung von ca. 4 V wird das Gerät dauerhaft beschädigt ! Der MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenlogger ist mit einer automatischen Sicherung ausgestattet. Im Falle einer Falschpolung ist keinerlei Beschädigung des Geräts möglich. Die Sicherung schaltet sich nach kurzer Zeit selbsttätig wieder ein, falls sie ausgelöst wurde. Ermitteln sie den Stromverbrauch des Loggers. Folgende Messwerte sollten sich im Messmodus "Durchschnitt (AVG)" ergeben und liegen innerhalb des Toleranzbereichs:
Falls die Messwerte die angegeben Werte überschreiten, liegt vermutlich eine Fehlfunktion im Gerät vor. Schicken Sie das Gerät zur genaueren Prüfung und eventuell erforderlichen Reparatur ein. 4. Wissenswertes zur Verwendung von Akkus
5. Empfohlene Ausrüstung
5.1 Akkus
Beschleunigung des Auslesens eines Messprotokolls Aus Gründen der Kompatibilität ist die Übertragungsrate der MOUSE-E-MOTION-Universal-Datenlogger auf 9.600 Bit pro Sekunde (Baud) voreingestellt. Es wird empfohlen, diese Einstellung vor dem ersten Einsatz eines Datenloggers auf den höchstmöglichen Wert (115.200 Baud) zu ändern. Dies verkürzt die für das Auslesen eines Messprotokolls erforderliche Zeitspanne erheblich. (Für den äußerst seltenen Fall, dass anschließend Kommunikationsprobleme auftreten, schlagen sie auf der Seite 'Problembehebung' nach.) Dazu ist im Dialogfenster 'MOUSE-E-MOTION-Universaldatenlogger konfigurieren' das Kontrollkästchen 'Übertragungsrate:' zu aktivieren und anschließend der Wert '115.200' aus der Liste auszuwählen. Anschließend wird die neue Einstellung durch Klicken auf die Schaltfläche 'Konfigurieren' an das Gerät übertragen. Die Änderung der Übertragungsrate läßt sich unabhängig davon, ob momentan Daten eines Messprotokolls im Datenspeicher eines Geräts vorhanden sind, jederzeit durchführen und hat keinerlei Einfluß auf diese. Automatisches Ermitteln der von einem Datenlogger verwendeten Übertragungsrate In Fällen, in denen nicht bekannt ist, welche Übertragungsrate (Baudrate) in einem bestimmten Gerät eingestellt ist, kann diese mit dem MOUSE-E-MOTION-Excel-Add-In ab Version 2.3 automatisch ermittelt werden. Dazu ist im Dialogfenster 'Optionen' auf der Registerkarte 'Kommunikation' unter 'Anschlußeinstellungen' das Kontrollkästchen 'Automatisch ermitteln' zu aktivieren. Anschließend kann das Gerät mit dem Befehl 'Erkennen' auf der MOUSE-E-MOTION-Symbollleiste bzw. im MOUSE-E-MOTION-Menü gefunden werden. Wenn das automatische Ermitteln der Übertragungsrate aktiviert ist, dauert der Erkennungsvorgang u.U. erheblich länger als sonst. Deshalb wird empfohlen, diese Funktion nur bei Bedarf kurzzeitig zu aktivieren und anschließend wieder zu deaktivieren. Anwendungshinweis Nr. 1: Bewegungssensoren
Die Bewegungssensoren unterscheiden sich in ihrem Erfassungsbereich und in der Geometrie der abgedeckten Fläche: 1.1 Bewegungssensor Typ Spot (gelbe Markierung):
Erfassungsbereich:
Orientierung des Bewegungssensors anhand der gelben Farbmarkierung (auf der Rückseite des Sensors):
Erfassungsbereich:
Ausführlichere Informationen über die infrarot-basierten Bewegungssensoren finden sich beim Hersteller NAiS: www.nais-e.com/bltn_reference/built/top.html?accept=yes Hinweis: Plexiglas, Polycarbonat, Acryl oder ähnliche Materialien sind für Infrarotstrahlung praktisch undurchlässig. Deshalb ist eine Bewegungsdetektion durch Käfigwände o.ä. aus solchen Materialien hindurch nicht möglich. Die Bewegungssensoren müssen immer direkten Zugang zum Untersuchungsobjekt haben. 2. Anschließen eines externen Bewegungssensors an den Datenlogger Ein externer Bewegungssensor wird an die 9-polige Buchse auf der rechten Seite des Datenloggers angeschlossen: ![]() Um ausschließlich den externen Bewegungssensor zu benutzen muss der integrierte Bewegungssensor abgeschaltet werden. Hierzu muss der rote Schiebeschalter (zugänglich bei geöffnetem Batteriefach, siehe nachfolgende Abbildung) in die Position OFF geschoben werden: ![]() Beachten Sie, dass der rote Schiebeschalter wieder zurück in die ON-Position geschoben und ein eventuell angeschlossener externer Bewegungssensor abgetrennt werden muss, wenn wieder ausschließlich der integrierte Bewegungssensor benutzt werden soll! Wenn ein externer Bewegungssensor angeschlossen ist und der rote Schiebeschalter befindet sich nicht in der Position OFF, werden die Signale beider Sensoren parallel zu einem einzigen Messwert verarbeitet und es ist unbestimmt, welcher der Sensoren in welchen Maß zu diesem Messwert beiträgt. 3. Sicherstellen fehlerloser Bewegungsdetektion beim Aktivitäts-Monitoring Um eine verlässliche Erfassung sämtlicher Aktivität innerhalb eines Versuchsbehältnisses sicherstellen ist es ratsam zu überprüfen, ob Bewegungen im gesamten Bereich lückenlos detektiert werden. Außerdem sollte sicher gestellt sein, dass Bewegungen, z.B. von Personen, anderen Tieren oder sonstigen Objekten, außerhalb des Versuchsbehältnisses nicht erfasst werden.
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| Haben Sie einen Tipp für den MOUSE-E-MOTION-Datenlogger? Kennen Sie einen besonderen Kniff? Dann schreiben Sie bitte an: |
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